Samstag 22. Oktober 15:00
Vortrag & Workshops
"Keine halben Sachen, sondern ganze Tiere"
Zur Konstruktion hegemonialer Männlichkeit durch
Fleischkonsum
von Julia
Gutjahr (Group for Society&Animals Studies/Hamburg)
Essen ist trotz seiner biologischen
Notwendigkeit ein zutiefst kulturelles Phänomen und kann nicht losgelöst
von gesellschaftlichen Normen betrachtet werden.
Dies gilt auch für die soziale Herstellung der Geschlechterordnung.
Insbesondere Fleisch, mit seinen ihm zugeschriebenen symbolischen Bedeutungen
der Macht über Natur und Tiere, spielt eine entscheidende Rolle bei
der Konstruktion von Geschlechtsidentitäten. Denn noch immer dient
Fleischkonsum innerhalb der kulinarischen Ordnung der Geschlechter als
Code einer der Weiblichkeit überlegenen Männlichkeit.
Die Vortragende stellt eine Analyse von Text- und Bildmaterial der Koch-
und Lifestylezeitschrift "BEEF!" vor, deren Zielgruppe männlich
ist und in der Fleisch eine zentrale Rolle einnimmt. Folgende Aspekte
werden von ihr beleuchtet: Repräsentationen von sexualisierten und
feminisierten Tieren sowie Frauen als Objekte männlicher Begierde,
die Verbindung von Frauen/sexualisiert dargestellten Frauen und Fleisch,
die Konstruktion hegemonialer Männlichkeit durch Fleisch-Konsum und
Machthandlungen gegenüber Tieren sowie die Abwertung und Feminisierung
von Vegetarismus.
Vegane Snacks
Anschließend Workshops zu
den Themen:
-> Analyse von Werbematerial
-> Geschlechterspezifische Aspekte der Tierausbeutung
-> Strategien geschlechterspezifischer Antispeziesismusarbeit
-> Vegane Männlichkeit(en)
www.Basisgruppe-Tierrechte.org
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