Mittwoch
12. Okt 19:00
Videoscreenings & Diskussion Cultural Frames re.mapping.identity.
Visuelle Kultur, kulturelle Identifikation
und Hybridität "Cafe Lumiere"
Originaltitel: "Kohi jiko" Land Japan, Taiwan Jahr 2004;
Sprache Japanisch Untertitel Englisch
Regie Hsiao-hsien Hou
Filmbeschreibung:
Yoko, eine junge japanische Reporterin kehrt aus Taiwan in ihr Heimatland
Japan zurück, wo sie an einer Reportage über einen taiwanesischen
Musiker arbeitet und entdeckt, dass sie ungeplant schwanger ist. Yoko
hat nicht vor, den Vater des Kindes zu heiraten und gerät mit dieser
Einstellung in Konflikt mit den Vorstellungen ihrer Eltern. Oft streift
sie mit einem guten Freund durch Tokio, vorbei an Zügen, Bahnhöfen,
Schienensträngen, die als immer wiederkehrende Bilder im Film auftauchen.
Café Lumiere, inspiriert vom japanischen Meisterregisseur Yasujiro
Ozu, bedient sich einer ruhigen, unaufdringlichen Ästhetik und schafft
es damit auf subtile Weise, den Handlungen der Figuren ohne große
Erklärungen und Erläuterungen Bedeutung zu verleihen.
Im Anschluss an die Filmvorführungen:
Kurzanalyse und Kommentarrunde
Die Verunsicherung von traditionellen Identitäten, etwa durch Prozesse
der Globalisierung und der Migration, führt überall zur Entstehung
neuer kultureller Identitäten. Diese greifen zur gleichen Zeit auf
verschiedene kulturelle Traditionen zurück und sind das Resultat
komplizierter Kreuzungen und kultureller Verbindungen, die in zunehmendem
Maße in einer globalisierten Welt üblich werden.
Ziel dieser Veranstaltung ist es, einen Überblick über die Konzeption
von Kulturglobalisierungsprozessen im Rahmen der Begriffe Hybridität
und Identität zu geben und zu analysieren, wie sich dieser Prozess
in unterschiedlichen Filmen präsentiert und dabei aktuelle Identitätspanoramen
durcheinander bringt.
Veranstalt.: Institut für Internationale Entwicklung
|