Donnerstag 10. März 20:00
Leseperformance
Erstes Wiener Lesetheater
Max Frisch:
Halten Sie sich für einen guten Freund?"
Mit Vanja Fuchs, Birgit
C. Krammer, Lotte Loebenstein, Bernadette Mold, Maren Rahmann, Iris Seidl,
Gerhard Dominek, Peter J. Fuchs, Rudolf Goernet, Kurt Raubal
Leitung: Birgit C. Krammer
Max Frisch (* 15. Mai 1911 in Zürich;
† 4. April 1991 ebenda) war ein Schweizer Schriftsteller und Architekt.
"Halten Sie sich für einen guten Freund? Sind Sie sich selber
ein Freund?" Zwischen diesen beiden Fragestellungen liegen 23 Fragen
zum Thema Freundschaft. In seinen Tagebüchern finden sich die elf
Fragebogen, die wir hier wiedergeben.
Die kurzatmig daher kommenden Denkstachel erregen besondere Aufmerksamkeit.
Sie wirken durch die Intensität stets wie Impulsgeber, die Assoziations-
und Antwortketten in Gang setzen.
Im Zentrum von Frischs Schaffen steht häufig die Auseinandersetzung
mit sich selbst, wobei viele der dabei aufgeworfenen Probleme als typisch
für den postmodernen Menschen gelten: Finden und Behaupten einer
eigenen Identität, insbesondere in der Begegnung mit den festgefügten
Bildern anderer, Konstruktion der eigenen Biographie, Geschlechterrollen
und ihre Auflösung sowie die Frage, was mit Sprache überhaupt
sagbar sei.
Im Juli 1958 lernte Frisch die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann kennen.
Die Beziehung gilt als intensiv, jedoch auch als für beide Seiten
problematisch: Frisch, der seine sexuelle Untreue selbst stets offen eingestand,
reagierte mit starker Eifersucht auf seine neue Partnerin, die für
sich die gleichen Rechte einforderte.
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