Kulturzentrum Spittelberg im Amerlinghaus
Koordinations-, Info- & Projektbereich
Stiftgasse 8 1070 Wien 01 523 64 75 amerlinghaus@inode.at www.amerlinghaus.at
Info-Büroöffnungszeiten: Werktags Mo bis Fr 14:00 bis 20:00 | Aktives Zentrum 01 523 40 09 oder 0676 410 70 15
Das Kulturzentrum
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Koordinations-, Info- & Projektbereich

Büroöffnungszeiten & Journaldienst:
Werktags Montag bis Freitag 14:00 - 20:00

Kontakt:
01 523 64 75
amerlinghaus@inode.at

Das Team: Claudia Totschnig, Renate Nahar, Lisa Grösel

Der Info-, Koordinations- & Projektbereich ist Anlaufstelle und Koordinationsknotenpunkt des Kulturzentrums im Amerlinghaus. Die zwei Mitarbeiterinnen des Koordinationsbüros sind weitgehend für Infrastruktur und Positionierung des Zentrums verantwortlich, für die interne und externe Kommunikation, für die Verwaltung und darüber hinaus auch Projektkonzeption und den Veranstaltungsbereich.
Unser Arbeitsauftrag besteht in erster Linie darin, materielle, soziale, kulturelle und kommunikative Ressourcen bereitzustellen. Im Sinne einer "Politik der Gerechtigkeit", werden hier Zugänge zu Kultur, Politik und sozialem Leben jenseits von Marktdiktat und Verwertbarkeit eröffnet und im Sinne einer umfassenden Inklusion und Parteilichkeit gerade auch für Personengruppen, die kaum oder nur beschränkten Zugang zu politischen, kulturellen, sozialen Partizipationsmöglichkeiten haben. Initiativen und Gruppen, die andernorts an den Rand oder in die Unsichtbarkeit verdrängt werden, haben hier Zugang zu Raum und Öffentlichkeit, ebenso wie vor allem Initiativen, die sich mit solidarischen Gesellschaftsentwürfen und der Kritik von Herrschaftsverhältnissen in Theorie und Praxis, performativ, künstlerisch, analytisch, juristisch oder sonst wie auseinandersetzen.

Das Kulturzentrum hat sich in den letzten Jahrzehnten im Kontext politischer, ökonomischer und institutioneller Rahmenbedingungen, sowie in Auseinandersetzung mit sich neu bildenden sozialen Bewegungen und Kämpfen, aktuellen Diskursen und kritischen Ansätzen ständig verändert und immer wieder neu erfunden.
Wie wichtig und unverzichtbar Projekte wie der offene Bereich des Kulturzentrums gegenwärtig sind, zeigt sich auch daran, dass das Haus voller Menschen ist, die die oft andernorts hohen Zugangsschwellen allein hinsichtlich Raummieten und Konsumzwang nicht passieren können. Dieselben Personengruppen sind es auch, die zusätzlich mit massiven immateriellen Hürden konfrontiert und von Partizipationsmöglichkeiten weitgehend ausgeschlossen sind. Eine Verarmung, die mit einer Umverteilung von gesellschaftlich-öffentlichen Ressourcen von unten nach oben einhergeht und der gesellschaftliche Ausschluss immer breiterer sozialer Schichten führt zu lauter werdenden Forderungen nach leistbaren Orten und Räumen, die nicht einer Verwertungslogik unterworfen sind. Viele Menschen wollen soziale Räume, an denen sie nicht einem an neoliberalen „Werten“ ausgerichtetem Leistungs- und Verwertungsdruck unterworfen werden, sondern vielmehr wertgeschätzt und in ihren Aktivitäten bestärkt werden.

Wir bekennen uns dazu, dass wir “linke” Praxen für demokratiepolitisch wichtig halten und für unterstützenswert, umso mehr, als “linke” Diskurse zunehmend marginalisiert und unterdrückt werden.
Die Arbeit im Kulturzentrum steht in einer jahrzehntelangen Tradition der Unterstützung von kollektiver Organisierung und dem Engagement für eine gerechtere Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen, auch wenn sie gegen Widerstände erst erkämpft oder durchgesetzt werden müssen. Wir erachten es für eine demokratiepolitische Notwendigkeit, Diskurse und Gesellschaftsentwürfe zu bestärken, die sich jenseits eines Mainstream-Rahmens neo-, öko- oder sozialliberaler oder gar völkisch-nationaler Konzepte bewegen, und die vielfach ausgehungert, diskreditiert oder gar strafrechtlich verfolgt werden. Eine kritische Rezeption und Reflexion fortschrittlicher und linker
Theorien und Gesellschaftskonzepte ist ein wirksames Mittel gegen die Gefahr der Beeinflussung durch die populistische Rhetorik anwachsender rassistischer, autoritärer und antidemokratischer Strömungen.

Das Kulturzentrum im Amerlinghaus will inkludierende Räume der sozialen und kulturellen Partizipation und Selbstbestimmung eröffnen, in denen Diskurse der Solidarität, der Ent-Grenzungen und des kritischen Denkens gepflegt werden, wo kontinuierlich an einer Kultur der Vielfalt und kritischer Gesellschaftsentwürfe gearbeitet wird.

Die wertschätzende Unterstützung der Arbeit dieses Kultur- und Kommunikationszentrums steht in vitalem demokratiepolitischem Interesse und im Sinne urbaner Lebensqualität, denn:

"Demokratisches Zusammenleben setzt selbstbestimmte Menschen voraus, die verschiedene Auffassungen, Meinungen, Erfahrungen haben und unterschiedliche Interessen verfolgen. Diskussionen und Auseinandersetzungen sind daher in demokratischen Gesellschaften nicht nur normal, sondern notwendig und wichtig.
Unterschiedliche, zum Teil auch umstrittene Ideen und Interessen sind ein grundlegendes
Element einer lebendigen Demokratie. Das Zusammenleben in einer Demokratie bedeutet daher, unterschiedliche Standpunkte und Lebensentwürfe zu zulassen und zu diskutieren, sich auszutauschen, miteinander zu kooperieren und gewaltlos Konflikte auszutragen."

(Wiener Charta, Basisdokument)


Aufgaben der 2 Mitarbeiterinnen (Teilzeit mit 27,5 Stunden)
des Info-, Koordinations und Projektbereichs

Koordination und Kommunikation
Dies beinhaltet Raumkoordination und -vergabe, Vermietungen, Service, Information,
Kontakt zu und Kommunikation mit den Gruppen, Entscheidung über Zugang zum Haus,
Hausplena, Postzuteilung und Telefondienst.
Vor allem aber auch interne und externe Kommunikation mit den ständigen Initiativen und Vereinen im Haus, dem Vorstand, Födergebern, Presse, Klient_innen …

Administration
Verwaltungstätigkeiten im engeren Sinne umfassen Büroleitung und - organisation, Abwicklung vereinstechnischer und buchhalterischer Tätigkeiten, sowie Einhebung der Raumunkostenbeiträge.

Veranstaltungen
Die Mitarbeiterinnen kümmern sich um die Veranstaltungskoordination, Durchführung
und technische Betreuung, Auf- und Abbau sowie Dokumentation und Anmeldung.

Öffentlichkeitsarbeit und Auftritt
Das umfasst Zusammenstellung, Layout und Versand des zweimonatigen Programms, Konzept, Erstellung und Aktualisierung der Homepage, Medienkontakte, Presseaussendungen (Grafik und Webdesign sind nicht outgesourct, sondern werden von den Mitarbeiterinnen getätigt) und Auftritt des Hauses nach Außen (Produktion von Flyern, Infoblättern).

Projekte
Inhaltliche Schwerpunktsetzungen, Konzipierung, Planung, Durchführung, Evaluierung und Finanzierung von Projekten, Beratung und Support, Schaffung von Synergien, Zugang zu Ressourcen, Kooperationen mit anderen Gruppen und Vereinen, Evaluierungen.

Hausbetreuung
Seit 2004 gibt es im Amerlinghaus keinen Hausbetreuer mehr. So ist es Aufgabe der
Mitarbeiterinnen, Mängel zu beheben, kleinere Reperaturen selbst durchzuführen bzw. für
deren Erledigung Sorge zu tragen, kaputte Geräte und Einrichtungsgegenstände zu ersetzen, auf den Erhalt der Infrastruktur zu achten und den nötigen Kontakt mit
Hausverwaltung, Versicherungen, Handwerker_innen, Providern usw. zu halten und sicherheitstechnische
Vorkehrungen zu kontrollieren.

Infrastruktur
Die Mitarbeiterinnen sind zuständig für Beschaffung und Wartung der technischen und
büromäßigen Ausstattung. Sie sorgen dafür, dass Abspielgeräte, Beamer, Mikros, PA-Anlage, Kopiergerät und Computer-Workstations für die allgemeine Nutzung zur Verfügung stehen.

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